Darmsanierung

Was ist das ?

Medikamentöse Regulierung unserer Darmflora, verbunden mit einer Regenerierung unserer Darmschleimhaut.

Bedeutung

Ich denke, dass der Ursprung vieler chronischer Erkrankungen, wie zum Beispiel:

 Verdauungsprobleme aller Art

Hautprobleme

rezidivierende Blasenentzündungen

Infektanfälligkeit  

Autoimmunprozesse

Allergien

nicht zu unterschätzen, psychische Probleme, wie Frau Dr. N. Campbell-Mc Bride kürzlich darlegte (Natur & Heilen 6/19)

rezidivierende Entzündungsprozesse in den verschiedenen Organen, Drüsen, Gelenken ...

eine erworbene- oder ererbte Milieuveränderung unseres Darmes ist. Dies kann zu einer verstärkten Durchlässigkeit von verschiedenen Stoffen führen, welche nun unser Milieu in Blut, Lymphe und Bindegewebe negativ verändern können. Unser Immunsystem versucht zu regulieren. Die Folgen können rezidivierende Entzündungsprozesse, Allergien und Autoimmunprozesse sein. Auf der anderen Seite, können lebenswichtige Stoffe nicht absorbiert werden und es kann zu einem Mangel kommen.

Ich denke, dass Milieuveränderungen schlussendlich dazu führen können, dass Krankheitserreger welche in unserem Körper persistieren (im Körper bestehend bleibend), "aktiv" werden und uns zunehmend Probleme machen. Als Beispiele möchte ich an die verschiedenen Herpes Viren, den Epstein Barr Virus und die Borrelien erinnern. Hier findet sich mein Leitgedanke von Claude Bernard und der Ansatz für eine ganzheitliche Therapie wieder.

" Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles."

 

Daher sollte bei einer ganzheitlichen Betrachtung, immer Augenmerk auf unseren Darm gerichtet sein. Er bildet die Grundlage für körperliche und psychische Gesundheit.

Diagnostik

Um nicht wahllos zu substituieren, sollte eine Bestimmung des Mikrobioms mittels Stuhlprobe erfolgen.

Diese gibt Aufschluss über unsere Schutzflora, (Bifidobakterien, Lactobacillen)über unsere immunmodellierende Flora, (Eschericha coli, Enterococcus) über eine eventuell vorhandene protolytische Flora (Fäulnis) und Pilzbelastung.

Dadurch kann beurteilt werden, ob und welche Prä- und Probiotika notwendig sind.

( Die Kosten für einen Test, wie beschrieben, betragen ca. 80 Euro )

Therapie

Die Therapie umfasst, nach Notwendigkeit, einige Hydro-Colon-Therapien, sowie die Substitution verschiedener Medikamente, wie Prä- und Probiotika, Mineralien u.a..  Durch den Einsatz von Infusionen kann dieser Prozess unterstützt werden.

Probiotika 

Als bedeutsam möchte ich hier die Stämme der Gattung Lactobacillen nennen, welche bei uns vor allem im Dünndarm zu finden sind. Sie reduzieren den pH-Wert durch die Herstellung verschiedener Säuren (Essigsäure, Milchsäure). Außerdem stellen sie Wasserstoffperoxid und Bakteriozin, ein körpereigenes Antibiotikum, her. Wasserstoffperoxid dient unter anderem zur Auflösung schädlicher Antigen-Antikörper-Komplexe. Einige Stämme sind Antagonisten pathogener Keime, wie zum Beispiel von Salmonella typhimurium, Candida albicans ... und übernehmen so eine Schutzfunktion, in dem sie eine Ausbreitung nicht zulassen.

Lactobacillus gasseri und Lactobacillus plantarum gelten, nach Prof. Dr. Michaela Axt-Gardemann, als echte "Schlankmacher", sollen sie die Ausschüttung der Hungerhormone senken.

Die Hauptgruppe der "nützlichen" Bakterien stellt die Gruppe der Bifidobakterien dar, welche wir vor allem im Dickdarm finden. Sie hemmen die Ausbreitung schädlicher Bakterien und stimulieren unser Immunsystem.

Präbiotika

Hier sind u. a. Apfelpektin, Inulin und resistente Stärke zu nennen. Sie binden Giftstoffe, regen die Darmtätigkeit an und dienen einigen "nützlichen" Bakterien als Nahrung.

Besondere Bedeutung kommt außerdem der Buttersäure zu, welche im Darm v. a. von Faecalibacterium prausnitzii unter anderem aus resistenter Stärke gebildet wird. Sie wirkt mukosa protektiv ( Schleimhaut schützend ) und übernimmt bis zu 80% die Ernährung der Darmschleimhaut. Studien weisen eine zu geringe Anzahl von Faecalibacterium prausnitzii bei akute- und chronisch entzündlichen Erkrankungen nach, was schlussendlich zur Schädigung der Darmschleimhaut, durch Mangel an Buttersäure, führen kann.

( Quelle: Institut für Mikroökologie Herborn )

Kosten

Die Kosten richten sich nach den benötigten Mitteln, der Anzahl der HCT ( 60€ ) und der Zeit, in welcher sie mich beanspruchen. ( 60€/Stunde )